Siegenburg

Bis zu 100 % Eigenversorgung im Sommer für ein Logistikzentrum

Dach-PV, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Schnellladesäulen als ein steuerbares System: 30 % weniger Energiekosten und bis zu 100 % Autarkie im Sommer.

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2 MWp

PV-Leistung

Vollständiges Ausnutzen der Dachflächen erzeugen ca. 2.000 MWh an Energie pro Jahr.

1.500 kWh

Batteriespeicher (2h System)

750kW Leistung, ausgelegt auf Lastspitzen aus Kühlung und Umschlag.

30 %

Eigenverbrauchsquote

Erreicht durch das Zusammenspiel von PV, Speicher und steuerbaren Lasten.

Kerndaten zum Projekt

Auf den Dachflächen des Logistikzentrums wurde eine PV-Anlage mit 1.999,95 kWp installiert, ergänzt um einen Batteriespeicher mit 750 kW Leistung und 1.500 kWh Kapazität, ausgelegt als 2-Stunden-System. Der prognostizierte Jahresertrag liegt bei rund 2.000 MWh, von denen etwa 30 % direkt am Standort verbraucht werden. Wärmepumpen und Schnellladesäulen sind in das Energiemanagementsystem eingebunden und werden gemeinsam mit PV und Speicher gesteuert. Der nicht selbst genutzte Anteil wird gefördert in das Netz der öffentlichen Versorgung eingespeist.

Anwendungsbereiche

Dach-PVBESSLadeinfrastruktur

Standort

Siegenburg

Herausforderung

Bereits beim Bau der Hallen entstand eine anspruchsvolle Ausgangslage. Der Standort verfügt über zwei separate Stromanschlüsse mit einer gemeinsamen Übergabestelle. Eine Erzeugungsanlage dieser Größe lässt sich in einer solchen Konstellation nicht einfach an einen der beiden Anschlüsse hängen. Jede Zuordnung entscheidet darüber, welcher Anschluss vom Solarstrom profitiert und wo Spitzenlasten stehen bleiben. Hinzu kommt ein Lastprofil, das von Kühlung, Umschlagbetrieb und Ladeinfrastruktur geprägt ist und damit stark schwankt.

Lösung

PV-Anlage und Batteriespeicher wurden anteilig in beide Netzanschlüsse eingebunden, statt sich auf einen festzulegen. Das erhält die Flexibilität bei der Verteilung von Erzeugung und Speicherleistung und hält die Verluste gering. Der Speicher ist mit 750 kW / 1.500 kWh so dimensioniert, dass er Lastspitzen aus Kühlung und Umschlag über mindestens zwei Stunden puffern kann. Wärmepumpen und Schnellladesäulen wurden nicht als separate Verbraucher behandelt, sondern in dasselbe Energiemanagementsystem integriert, das auch PV und Speicher steuert. So werden flexible Lasten dorthin verschoben, wo Solarstrom verfügbar ist, statt Spitzen zusätzlich zu verschärfen.

Ergebnis

In den Sommermonaten erreicht der Standort im Tagesbetrieb zeitweise bis zu 100 % Autarkie und versorgt sich vollständig aus eigener Erzeugung. Die Eigenverbrauchsquote liegt aufgrund einer bewusst großzügigen Auslegung bei rund 30 %. Die verfügbaren Dachflächen wurden vollständig belegt, sodass die Erzeugung deutlich über dem eigenen Bedarf liegt und der Überschuss zu attraktiven Konditionen vermarktet wird. Die Spitzenlast wird über Speicher und Laststeuerung gekappt und entlastet den Netzbezug in genau den Stunden, die für die Netzentgelte maßgeblich sind.

Luftaufnahme des Logistikzentrums in Siegenburg mit den Dach-PV-Anlagen auf zwei Lagerhallen und dem Lkw-Verladehof davor.Luftaufnahme der Dach-PV-Anlage und der Laderampen am Logistikzentrum in Siegenburg.

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